Bericht Ramada Cup Finale in Halle(Saale)

Ein Bericht hat mich erreicht. Den ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte.

Als kleine Erläuterung am Rande: Das Finale begann an Fronleichnam (Donnerstag, 26.05.) und endete am Samstag. Die Info könnte durchaus nicht unwichtig sein…

Viel Spaß beim lesen:

 

 

Fabian kam, zog und verpasste den ersten Platz!

 

Mittwochnachmittag. Guter Dinge machten die Drei sich auf die Reise zum diesjährigen Finale der deutschen Amateurmeisterschaft nach Halle (Saale).

Nachdem Fabian mit Platz 2 und Stephan mit Platz 5 sich in Aalen qualifiziert hatten, hatte Phil etwas Glück und kam mit Platz 7, ebenfalls in Aalen, als

Nachrücker dazu.

Am Donnerstag (Fronleichnam) ging es los. Fünf mehr oder weniger umkämpfte Partien lagen vor den Dreien. Doch obwohl am ersten Turniertag Jesus anwesend war – was man nun glauben kann oder auch nicht – war das Schicksal nicht mit ihnen. Direkt in der ersten Runde durften Fabian und Phil gegeneinander antreten. Vielleicht hätten sie lieber der Macht vertrauen sollen. An dieser Entscheidung nichts mehr zu machen, unterlag Phil nach einem schwachen Kf1. Stephan konnte nebenbei einen Punkt holen. Fabian, voller Motivation, holte an jenem Fronleichnam einen weiteren Punkt. Phils Motivation dagegen war ziemlich im Eimer und er unterlag auch in der zweiten Partie. Auch für Stephan lief die zweite Runde nicht nach Plan, er verlor ebenfalls.

Nachdem sich Jesus wieder von dannen gemacht hatte, ging es am Freitag weiter. Fabian holte leider nur zwei Remis. Vielleicht hätte er am Donnerstag lieber mal

eine Kerze anzünden sollen. Die Chancen das Turnier noch zu gewinnen waren damit deutlich geringer. Stephan verlor beide seine Partien. Er hätte vielleicht

lieber mal den Wein beim Abendmahl ausgetrunken. Befreit von Jesus Geist gelang es Phil seine zwei Partien zu gewinnen – oder hat er heimlich Kerzen angezündet und den ganzen Kelch Wein getrunken? Man weiß es nicht, man munkelt es höchstens.

Der Samstag. Noch eine Partie. Auch wenn es nicht mehr in Fabians Hand lag, er konnte theoretisch noch das Turnier gewinnen. Mit diesem Wissen schob er seinen Gegner mal kurzer Hand über den Haufen. Doch auch Phil wollte die letzte Partie noch gewinnen, immerhin würde das die Buchholzwertung Fabians steigern. Nach sehr scharfer und besserer Eröffnungsstellung endete diese Partie aber nur remis. Immerhin ein halber Buchholzpunkt. Stephan konnte seine letzte Partie noch gewinnen. Ein kleiner Trost für ein nicht so überragendes Turnier seinerseits. Doch am ersten Brett der D-Gruppe setzte sich der Favorit durch und gewann seine Partie und sicherte sich damit den ersten Platz. Welche Platzierung Fabian nun belegte hing an der Buchholzwertung. Nun mussten die Drei die Siegerehrung abwarten. Diese wurde in einen Gala-Abend integriert. Denn dieses Finale war das 100ste Turnier der Deutschen Amateurmeisterschaft. Auf die Drei wartete also ein Abendbuffet gesponsert vom deutschen Schachbund und die Entscheidung welchen Platz Fabian gemacht hatte. Mit 4 Punkten war zwischen Platz 2 und 5 alles möglich. Während Platz 2 sich seine Position mit 4 Punkten und 1 ½ Buchholzpunkten Vorsprung gesichert hatte, hatten die Spieler auf Platz 3 und 4 beide 4 Punkte, gleiche Buchholzwertung und gleiche Sonneborn-Berger Wertung. Gespannt saßen sie am Tisch ob Fabian Vizemeister geworden ist. Die Namen der Platzierungen drei und vier wurden vorgelesen. Fabian war nicht dabei. Freude. Fabian hat sich mit 4 Punkten und der starken Buchholzwertung – hier muss mal erwähnt werden, dass Phil einen starken Teil zu dieser Wertung, und leider auch zu dieser Punktzahl,  beigetragen hat – Platz 2 gesichert und ist damit deutscher Amateur-Vizemeister der D-Gruppe geworden. Gratulation! Starke Leistung!

Das Buffet war sehr lecker, die Siegerehrung ansonsten unglaublich langweilig. Auch die abendlichen kulinarischen Ausflüge waren sehr lecker.

Im Repertoire waren ein Grieche und, nachdem wir Fabian überzeugen konnten zu neuen kulinarische Ufern vorzurücken, ein Asiate. Es hat sich gelohnt. Er fand es lecker.

Sonntag. Die Heimreise stand an. Auf der Autobahn angekommen kam auch schon der Stau. Dieser wurde allerdings durch eine Explosion und weißen Rauch direkt hinter uns getoppt. Unwissend, ob wir die Verantwortlichen dieser Panne waren, hielten wir auf dem Standstreifen. Doch auch der hinter uns fahrende Mercedes, der einen Wohnwagen hinter sich herzog, hielt auf dem Standstreifen und dessen Motorhaube qualmte. Aufatmen. Es war nicht das Auto von Stephan. Ausgestiegen um zu fragen, ob man helfe könnte erfuhr man, dass wohl der Kühlergrill explodiert ist. Da sie nichts für die Liegengebliebenen tun konnten, setzten sie die Fahrt

fort. Mit etwas Verspätung kamen die drei wieder in der Heimat an. Alles in allem ein gelungenes verlängertes Wochenende.